Rubondo Island & Mwanza Rockcity

In zwei Bajajis, die uns zum Stendi bringen, versuchen wir sechs reiselustige junge Menschen und das dazugehörige Gepäck unterzubringen. Am Busbahnhof angekommen sprechen uns mehrere Leute an, die im Endeffekt dafür sorgen, dass wir in den richtigen Bus steigen. Dieser soll uns heute nach Muganza fahren. Pünktlich zum Sonnenaufgang um 6:30 verließen wir Bukoba. Vorbei an den letzten zur Stadt gehörenden Ständen und Verabschiedungstafeln, entfaltete sich vor uns eine weite Landschaft voller Pflanzen, Feldern und dem Blick auf den Victoriasee, an dessen Ufer wir entlangfuhren. Kurz vor unserem Ziel, nach 3-stündiger Fahrt, sah ich schon das erste mal einen Affen im Baum sitzen.

Mit dem Piki ging es mit schwerer Tasche zum Hafen Kasenda, wo schon ein Boot auf uns wartete. Während unsere Rucksäcke verstaut wurden tätigten wir die letzten Einkäufe, da wir auf der Insel Selbstverpfleger waren und es dort nur Kleinigkeiten zu kaufen gab. Als das Boot den Hafen verließ winkten uns Kinder zu. Überraschenderweise sorgte der Motor für eine ungewohnt schnelle Fahrt. Wo man hinguckte sah man durch Pflanzen bewachsene grüne Inseln, die sich am Horizont erstreckten. Robondo Island ist die zweitgrößte Insel im Victorisee. Die ganze Fläche (452 Quadratkilometer) gilt als Nationalpark. An diesem angekommen begrüßte man uns herzlich. Das Gepäck brachten wir in einen Jeep in den wir selbst hineinsprangen.
Nach der ersten Kurve und 7 Sekunden Fahrtzeit erblickte ich auf der linken Seite zwei Nilpferde die am Ufer unter dem Schatten der Sträucher standen. Fünf Minuten später hielt der Fahrer plötzlich und zeigte auf das Gebüsch. Hinter ein paar Blättern versteckt lag dort ein großes Krokodil. Ich war ganz überrascht und rechnete zu der Zeit nicht damit solche Tiere zu sehen. Der Ausblick unserer Bandas konnte nicht besser sein: eine Bucht des Victoriasees in welcher jeden Tag Nilpferde schwammen. Auch ein kleines (Dogo-)Krokodil ließ einmal kurz von sich blicken.

Auf einer Game Drive Safri und einem 3-stündigen Walk durch die Natur der Insel konnte ich Bushbacks, Sitatungas, Affen, Schmertterlinge in verschiedenen Farben, Nilpferde und Eidechsen erblicken. Abends genoßen wir frisch gefangenen Fisch, der gegrillt oder frittiert wurde.

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Nach zwei Tagen gings mit dem Auto, Boot, Piki, Dala-Dala, Bus, Fähre, Auto nach Mwanza. Ich merkte schon nach den ersten 10 Minuten, warum diese Stadt Rockcity genannt wird. Ein Freund von Khamis holte uns ab. Mit seinem Auto fuhren wir durch die Stadt zu seinem Shop und später in unser sehr günstiges und trotzdem gutes Hotel. Wie im Reiseführer empfohlen bestellten wir uns zum Abendessen inidsche Speisen, um die Abwechslung und Vielfalt an Gerichten hier im Gegensatz zu Bukoba auszunutzen. Beeindruckter waren wir an diesem Abend aber von der Aussicht der Dachterasse eines nahe liegenden Hotels.

Trotz Ausschlafens und langem entspannten Frühstück, bestehend aus Toast, Nudeln, Melone, Wurst, Süßkartoffel und Kakau, auf der Terasse des Hotels, führte uns der Weg schnell an den Capripoint, einen Aussichtspunkt mit tollem Blick auf die Stadt. Auf das Erklimmen meherer großer Steine, einem Friedhof, einigen Häusern die in die Steine hineingebaut wurden, folgte so ein überraschend guter Blick auf Mwanza auf der einen Seite und den Victorisee auf der anderen Seite. Der Vormittag verging durch mehrer Zwischenstopps auf den vielen Etagen des Berges und dem Verweilen am höchsten Punkt, wo die Lust ins Wasser zu gehen nicht zu unterdrücken war, jedoch wurde der Sprung in die Tiefe aus Angst vor Bilharziose nicht gewagt. Nach der Stärkung zur Mittagszeit verbrachten wir ein paar Minuten an Sadams Shop, bevor wir die Bustickets für morgen kauften und danach zu Sadam nach Hause eingeladen wurden, zusammen Fernsehen schauten und ein frisch zubereitetes leckeres Essen genoßen.

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Am Mittwoch fuhr unser Bus um 9 Uhr. Diesmal mussten wir nicht umsteigen, diesmal hatte ich auf Grund von Platzmangel kein Kind auf dem Schoß, diesmal begleiteten uns auf dem Fernseher im Bus tansanische Serien statt ansehnliche Musikvideos voller Tanzkunst, diesmal fuhren wir 10 Stunden. Ich freute mich auf mein Bett und fühlte mich in Bukoba willkommen, als ein Pikifahrer an uns vorbeifuhr und fragte ob wir nach Nyamkazi wollten, unserem zu Hause.

Liebe Grüße,

eure Esther.

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